Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer Oberfranken |
Ursprung und Entwicklung der GDL |
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist die älteste
deutsche Gewerkschaft. Sie organisiert die überwiegende Mehrheit aller
Lokomotivführer bei der Deutsche Bahn AG und den Privatbahnen.
- 1867 gegründet als Verein Deutscher Lokomotivführer (VDL).
Der VDL hatte sich zum Ziel gesetzt, durch die Gründung einer
Hilfskasse die mangelhafte Altersversorgung der Lokomotivführer
nachhaltig zu verbessern. Aufgrund der immensen Arbeitsbelastungen
mussten die Lokomotivführer in Folge von Erkrankungen bereits früh
ihren Beruf aufgeben. Hilfe zur Selbsthilfe lautete daher der
Leitgedanke der VDL-Gründung. Darüber hinaus sollten die Interessen des
Standes der Lokomotivführer vertreten werden.
- 1919 erfolgte die
Umwandlung des Vereins Deutscher Lokomotivführer in die Gewerkschaft
Deutscher Lokomotivführer. Mit der Ausrufung der Weimarer Republik 1918
erhielten die Arbeitnehmerorganisationen das volle Koalitionsrecht. Das
Vereins- und Versammlungsrecht unterlag keiner Beschränkung mehr.
- 1937
Auflösung der GDL, die aufgrund der Zerschlagung der Gewerkschaften
durch die Nationalsozialisten seit 1933 wieder als Verein Deutscher
Lokomotivführer fungierte. Obwohl sich die GDL gegen den Verlust der
Selbständigkeit wehrte, war in Nazideutschland für Gewerkschaften kein
Platz mehr.
- 1946 wurden die ersten Ortsgruppen der GDL in den
westlichen Besatzungszonen, insbesondere im heutigen
Nordrhein-Westfalen, wiedergegründet.
- 1949 fand die erste
Generalversammlung der GDL nach dem Krieg statt. Dabei wurde auch der
Beitritt zum Deutschen Beamtenbund (DBB) beschlossen, der im März 1950
vollzogen wurde.
- 1990 wurde die GDL als erste freie Gewerkschaft in der DDR gegründet.
- 1991 schlossen sich die beiden Lokführergewerkschaften zur gesamtdeutschen Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer zusammen.
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Die Gründer der GDL |
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F. Schirmer
1812 - 1871
Vorsitzender
J. Scotti
1834 - 1913
Schriftführer
C. Maass
1821 - 1892
Schatzmeister
X. Sperl
Revisor
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